„Dance to the beat of your dreams“ (Unbekannt)

„Dance to the beat of your dreams“ (Unbekannt)

Irgendwann wird die Depression im virtuellen, wie im realen Leben Vergangenheit sein. Daher gibt es gleich heute eine neue Kategorie. Ich habe diesen Titel dafür gewählt, weil mir erst in den letzten Wochen und Monaten richtig bewußt geworden ist, wie sehr meine fast Ex-Schwiegermutter und mein Noch-Ehemann mein Leben bestimmt haben. Aber ich habe eben mitgemacht – das ist der Punkt. So viele Geschichten habe ich in den letzten Jahren gehört von zerbrochenen Ehen und mir oft gedacht was für ein Glück ich doch habe, mit meinem vermeintlich liebenden Ehemann. Und dabei habe ich nicht bemerkt, wie ich mir selbst etwas vorgemacht habe. Zugegeben, mein Schwiegermonster hätte ich gleich nach der Geburt meiner Großen am liebsten auf den Mond geschickt aber es war auch schön, mal ins Kino gehen zu können und gewisse Freiheiten zu haben, für die man ansonsten einen Babysitter hätte bezahlen müssen. Wenn ich im Nachhinein aber aufrechne was mir diese Frau kaputt gemacht hat und was ich dumme Kuh mir auch habe kaputt machen lassen, dann war es das nicht wert. Ich wollte mit ihr immer gut auskommen und habe sie lange behandelt, wie ich es mir von einer Schwiegertochter wünschen würde. Habe gute Mine zum bösen Spiel gemacht und Stück für Stück die Kontrolle verloren, so wie der Ozean eine Küste umspült und diese Sandkorn um Sandkorn abträgt, sie verschwinden lässt, bis nichts aber auch nichts mehr davon übrig geblieben ist. Genug davon.

„Geh mit, oder beiseite.“ (Unbekannt)

Gestern war der heißersehnte erste Schultag meiner Jüngsten. Da sie nun eine Viertklässlerin ist, gehört sie zu den Großen und diese Tatsache hat das Kind nochmal um mindestens einen halben Meter wachsen lassen. Oder zumindest ihr Ego. Schließlich wird sie nun auch „Patin“ eines Erstklässlers, denen damit der Schulanfang erleichtert werden soll. Ich habe meiner jüngsten Tochter eine Minischultüte geschenkt – ich liebe es meine Kinder mit Kleinigkeiten zu überraschen. Das größte Geschenk dabei ist für mich das freudige Strahlen, denn meine Kinder können sich auch noch über Kleinigkeiten freuen und das ist nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass manche Kinder ganze Pferde einfach mal so nebenbei bekommen oder USA-Reisen zu Ostern. Ja, wenn man weiter darüber nachdenkt, könnte man glatt eine Gänsehaut bekommen oder auf die Idee kommen, dass manche Leute es auch nötig haben könnten, sich Kinder zu kaufen.

Meine Tochter wollte unbedingt ins Internet – die Nudel findet das „cool“.

„Nicht überall, wo Gerechtigkeit draufsteht, ist auch Gerechtigkeit drin.“ (Von mir)

Lange Rede, kurzer Sinn. Meiner ältesten Tochter habe ich besagtes Geschenk mitgeschickt (mit der kleinen Schwester, als ich das Kind zu ihrem Erzeuger brachte). Ich habe nun seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zu meiner ältesten Tochter und hoffe es geht ihr gut. Ich vermisse sie sehr und denke oft an sie.

Ich werde um meine Kinder kämpfen und hoffe, dass ich die Chance bekommen werde, es alleine besser zu machen. Und was soll ich sagen: Ich freue mich darauf! Natürlich hoffe ich auf ein bisschen Gerechtigkeit vor Gericht, denn es ist nicht einfach ganz von vorne anfangen zu müssen. Nur eines weiß ich sicher. Ich werde es schaffen. Weil ich es will. Für die beiden Menschen, die mir auf dieser Welt alles bedeuten. Meine Mädchen.

Ich habe wieder begonnen, mich in meine Stickerei hineinzuhängen. Das und meine Kinder sind der Kraftstoff der meinen Motor am Laufen hält und für meine Kinder lohnt es sich, mich wieder nach oben zu kämpfen, an das Licht. Ein bisschen kreativ geht selten schief – wenn euch meine Hausschuhe und Stickereien gefallen, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr meinen Blog weiterempfehlt.

„Was immer du tun kannst oder erträumst tun zu können, beginne es, Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.“ (Johann Wolfgang Goethe)